renkenberichte versuchfischerei angabe
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quellenangaben:
http://www.lfl.bayern.de/publikation...inkurl_0_0.pdf
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bericht 2003
Die Ergebnisse der
Echolotaufnahmen und der Versuchsfischereien belegen eine hohe
Renkenbestandsdichte. Diese bewirkt eine starke Wachstumsdepression der
Renken, so dass von den eingesetzten Maschenweiten das 25-mm-Netz am
fängigsten war. Die Auguststichprobe setzte sich zu 30 % aus 2+ Renken und 70%
aus 3+ Renken mit einer mittleren Länge von 25 cm und einem mittleren
Stückgewicht von 100 g zusammen. Im Oktober waren Fische aus dem 25-mm-Netz
zu gleichen Teilen der Altersklassen 2+ und 3+ zuzuordnen. Die
Durchschnittsgewichte blieben unverändert. Das äußerst langsame Wachstum der
Fische in Kombination mit der hohen Bestandsdichte deutet nach wie vor auf einen
dichteabhängigen Einfluss hin
bericht 2004:
Die Ergebnisse der Echolotaufnahmen und der Versuchsfischereien belegen im Vergleich
zu den Vorjahren eine unverändert hohe Renkenbestandsdichte. Diese wird für die starke
Wachstumsdepression der Renken verantwortlich gemacht, so dass das 25 mm-Netz am
fängigsten war. Die Alterszusammensetzung der gefangenen Fische war wie im Vorjahr
von der Dominanz dreijähriger Renken geprägt. Die Beobachtung, dass der Jahrgang 2000
(3+ Fische im Jahre 2003) in den Versuchsfängen von 2004 kaum noch nachzuweisen
war, weist auf eine hohe Sterblichkeit dieser Fische hin. Möglicherweise sind sie auf
Grund ihrer schlechten körperlichen Kondition, mit der sie in den Winter 2003/2004 gegangen
sind, und durch die Laichzeit so stark geschwächt worden, dass sie den Winter
nicht überlebt haben. Ähnliche Verhältnisse waren bereits Anfang der 1990 er Jahre im
Ammersee zu beobachten gewesen.
Das sehr schwache Auftreten von 2+ Renken (Jahrgang 2002) in den Versuchsfängen
kann als Hinweis für eine geringe Jahrgangsbildung gewertet werden. Das Wachstum der
Ammerseerenken war nach wie vor außergewöhnlich langsam. Dies wird durch die durchschnittlichen
Fanggewichte der zwei- und dreijährigen Renken von nur rund 100 g belegt
2005:
Die im Juli durchgeführten Echolotaufnahmen zeigten im Vergleich zum Vorjahr sehr
geringe Anzeigen, was auf eine starke Abnahme der Bestandsdichte hinweist. Eine Verifizierung
dieser Beobachtung konnte aus organisatorischen Gründen im Herbst nicht vorgenommen
werden. Zum Zeitpunkt der Untersuchung fiel das außergewöhnlich klare Wasser
im Ammersee mit Sichttiefen von 4-5 m auf. Wie in den Vorjahren erwies sich das Netz
mit der Maschenweite 25 mm am fängigsten. Es enthielt 103 Renken auf einer Länge von
100 m gegenüber 16 Renken im 30 mm-Netz bei gleicher Länge. Die Fische aus dem 25
mm-Netz gehörten zu 83 % der Altersklasse 3+ an (Jahrgang 2002) und wiesen ein mittleres
Stückgewicht von 119 g bei 27 cm Länge auf. Aus der einmaligen Versuchsfischerei
im Berichtszeitraum ergeben sich folgende offene Fragen: Hat die Bestandsdichte der
Renken im Ammersee tatsächlich stark abgenommen? Werden die Fische im nächsten
Jahr besser abwachsen? Angesichts der schlechten Vermarktungsmöglichkeiten für die
kleinen Fische, wurde auch 2005 die Renkenfischerei nur von sehr wenigen Berufsfischern
am Ammersee meist unter Verwendung von 28 mm-Netzen ausgeübt. Der Renkenertrag
dürfte deshalb nicht über 2 kg/ha betragen
2006
Wie bereits im Vorjahr festgestellt, waren die Echolotaufzeichnungen auch 2006 vergleichsweise
gering, was auf eine Abnahme der Renkenbestandsdichte hindeutet. Vor diesem
Hintergrund konnten im Berichtsjahr nach mehreren Jahren erstmals wieder deutliche
Veränderungen hinsichtlich Fängigkeit, Alterszusammensetzung und Wachstum der Renken
beobachtet werden. Obwohl sich in beiden Versuchsbefischungen die meisten Renken
in Netzen der Maschenweite 25 mm fingen (107 Fische im Juli und 234 im September),
war beim Entnehmen der Fische aus dem Netz ein deutliches „Herauswachsen“ festzustellen.
Dadurch, dass die Fische in Bezug auf die Maschenweite verhältnismäßig groß
waren, die Maschen legten sich unmittelbar hinter den Kiemen um den Fisch, konnten die
Renken nicht durch die Maschen geschoben werden, sondern mussten rückwärts herausgenommen
werden. Im Vergleich zu den Vorjahren war ein vermehrtes „Hineinwachsen“
in die nächst größeren Maschenweiten 30 mm und 35 mm festzustellen. So fing das 30-
mm-Netz im Juli 139 und im September 237 Renken, das 35-mm-Netz im Juli 23 und im
September 52 Renken jeweils pro 100 m Netzlänge. Während sich die Renken aus 25-
mm-Netzen im Wesentlichen auf die Altersklassen 2+ und 3+ verteilten, dominierten in
30-und 35-mm-Netzen die Altersklassen 3+ und 4+. Die mittleren Stückgewichte der
Renken waren durch einen deutlichen Anstieg geprägt. So wiesen die Fische aus 30-mm-
Netzen im September 2006 rund 175 g gegenüber 120 g im Jahre 2005 auf. Die Fische aus
35-mm-Netzen hatten immerhin schon rund 200 g. Auf Grund der Erschließung von Ver37
marktungsmöglichkeiten erfolgte die berufsmäßige Befischung des Renkenbestandes
hauptsächlich mit 28 und 32 und zum Teil auch mit 35-mm-Netzen.
2007:
Auf Grund der zunehmenden Stückgewichte der Renken wurde der Bestand durch die
Berufsfischer im Berichtsjahr verstärkt genutzt. Während im Frühjahr noch 28 mm-Netze
zum Einsatz kamen, betrug die Maschenweite ab dem Sommer 32 mm und danach zum
Teil auch 35 mm. Die Ergebnisse der Probefischereien und der Echolotaufzeichnungen
bestätigen eine deutliche Abnahme der Bestandsdichte. Dies hatte sich bereits bei den Untersuchungen
im Jahre 2006 abgezeichnet. Während in den Vorjahren das 25 mm-Netz mit
Abstand die höchsten Fangergebnisse erzielte, war es im Berichtsjahr nur noch wenig erfolgreich.
Die Renken hatten inzwischen Größen erreicht, mit denen sie am häufigsten in
30- und 35 mm-Netzen zu fangen waren. Nach den Ergebnissen der Altersbestimmungen
waren die Fänge in allen Maschenweiten durch die Dominanz von 4+ Renken des Jahrgangs
2003 geprägt. Daneben waren in geringerem Umfang 3+ und 5+ Fische vertreten.
Auffallend ist das weitgehende Ausbleiben von 2+ Renken, die sonst zumindest während
der Oktober-Befischung zahlreich auftraten. Dies deutet auf einen schwachen Nachwuchsjahrgang
hin. Eine erfreuliche Entwicklung ist beim Wachstum bzw. bei den Durchschnittsgewichten
der Renken zu beobachten. Die mittleren Stückgewichte waren so hoch
wie seit Jahren nicht mehr und bewegten sich im Wesentlichen zwischen 180 und 200 g.
Im Jahre 2004 betrugen Sie dagegen nur rund 100 g. Die Tatsache, dass die Größe der
Renken seit einigen Jahren deutlich zugenommen und die Bestandsdichte dabei abgenommen
haben, lässt den Einfluss der Bestandsdichte auf das Wachstum der Ammersee-
Renken erkennen. Angesichts der höheren Stückgewichte haben sich die Vermarktungsmöglichkeiten
deutlich verbessert, sodass der Ertrag ca. 10 kg/ha angestiegen sein dürfte
2008:
Aufgrund der sehr niedrigen Fangergebnisse der Versuchsfischerei und der geringen
Echolotaufzeichnungen ist von einer weiteren Abnahme der Renkenbestandsdichte auszugehen.
Während noch vor vier Jahren Netze der Maschenweite 25 mm mit Abstand am
fängigsten waren, zeigten sie in den vergangenen zwei Jahren nur noch geringe Fänge.
Dagegen erhöhte sich die Fängigkeit in den größeren Maschenweiten, allerdings auf niedrigem
Niveau. Im Berichtsjahr waren die Fänge in allen Maschenweiten durch die Dominanz
von 4+ und 5+ Renken geprägt. Daneben waren in geringerem Umfang 3+ und 6+
Fische vertreten. Angesichts des Fehlens von zweijährigen Renken in den Stichproben
muss von schwachen Nachwuchsjahrgängen ausgegangen werden, sodass die Erträge in
den nächsten Jahren deutlich niedriger ausfallen dürften. Die mittleren Stückgewichte sind
im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen und lagen zumindest in der zweiten Jahreshälfte
deutlich über 200 g. Entsprechend wiesen die meisten Renken in der Stichprobe
vom Oktober Längen von über 30 cm auf.